Yoni Erforschung

Wir haben hier im Urlaub eine Familie kennengelernt, die ebenfalls einen kleinen Jungen hat, im Alter unseres Sohnes (die beiden sind 5). Amüsiert stellte die andere Mutter (die noch einen weiteren kleinen Sohn hat) fest, dass die Jungs so häufig und begeistert mit ihrem „Pipi“ spielen würden. Worauf die Väter lachend meinten: „Wir haben unser Spielzeug halt immer dabei…“

Ja, es stimmt, Männer sehen und berühren ihren Penis mehrmals am Tag, seit ihren frühen Babyzeiten, sie haben in der Regel ein direkteres und persönlicheres Verhältnis zu ihrem Genital (wie gut und ungestört dieses Verhältnis ist, sei jetzt mal dahingestellt…) und erleben es unmittelbar entweder bei Alltäglichem, wie beim Urinieren, oder im erotischen Kontext.

Aber auch wir Frauen haben „unsere Spielgefährtin“ immer dabei! Und ich bin überzeugt, dass ein inniges Verhältnis zu unserer Yoni uns mehr Selbstbewusstsein, innere Sicherheit und Zugang zu unserer Intuition gibt. Wir Frauen müssen uns allerdings bewusst entscheiden, unsere Yoni betrachten und berühren zu wollen, wir brauchen Hilfsmittel, wie einen Spiegel, und etwas Zeit und Muße. Genau dazu möchte ich Euch ermutigen: nehmt euch etwas Zeit und Ruhe, um Euch mit Eurer Yoni vertraut zu machen.

Wann bist Du ihr das letzte Mal bewusst begegnet? Hast sie neugierig und liebevoll betrachtet und mit den Fingern erkundet? Folgende Dinge könntest Du tun, um mit Deiner Yoni noch enger Freundschaft zu schließen:

  • Eine Hand auf sie legen und in sie hinein spüren
  • Sie nach ihrem Namen fragen – lass Dich überraschen… 😉
  • Einen Spiegel nehmen und sie betrachten – ihre Farben, Formen, Falten, Wölbungen und Vertiefungen
  • Deine Yoni zeichnen oder malen
  • Alle Formen mit einem Finger – den Du in etwas Gleitgel oder Pflanzenöl getaucht hast – nachzeichnen
  • Herausfinden, was ihr besonders gut gefällt – vielleicht entdeckst Du noch ganz neue Bereiche!
  • Achtsam spüren, wo es druckempfindliche, angespannte Stellen gibt. Sie erstmal einfach wahrnehmen und anerkennen.
  • Schauen, wie Deine Yoni sich verändert, wenn das, was Du tust, Dich erregt
  • Deine inneren, nicht sichtbaren Bereiche erkunden – die Höhen und Täler, die glatten und geriffelten Flächen, die weichen und die festen Stellen
  • Dich so gut kennenlernen, dass Du Deinen Partner / Deine Partnerin anleiten könntest, Dich so zu berühren / massieren / stimulieren, wie Du es magst und genießt

Du kannst so eine Session immer damit abschließen, dass Du eine Hand auf Deine Yoni und eine auf Dein Herz legst, ein paar tiefe Atemzüge nimmst und die innere Verbindung zwischen den beiden spürst.

Es darf leicht sein und Spaß machen. Wenn Gefühle aus der Vergangenheit aufkommen sollten, nimm sie wahr, atme weiter, lass sie durch Dich hindurch aber halte nicht an ihnen fest. Lass sie wieder gehen und komm zurück zum spielerischen Forschen und Entdecken.

Viel Vergnügen! 🙂

 

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