Entspannter Sex ohne Stress

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Das, was wir in allen Filmen und Romanen – in Pornos sowieso – als gängiges Idealbild präsentiert bekommen, ist heißer, leidenschaftlicher, wilder Sex, geboren aus animalischem Verlangen und ausgeführt als wortloser, überstürzter Akt der Begierde, der in einer kurzen, heißen Entladung endet.

Das mag in den ersten Wochen einer neuen Liebe ganz großartig sein – aber als Blaupause für Paare, die vielleicht schon zehn, zwanzig Jahre miteinander unterwegs sind? Als sehnsüchtig gehegtes Wunsch-Szenario, das sich doch nie erfüllt, höchstens in erotischen Fantasien oder heimlichen Affären?

Falsche Erwartungen

Was wäre, wenn sich an diesem Bild etwas ändern würde? Wenn immer mehr Menschen entdecken würden, dass erfüllender, tief befriedigender Sex auch ohne initiale Lust, hohe Erregung und der Jagd nach einem Orgasmus möglich wäre?

Die Erwartungen, die wir an Sex in einer langjährigen Partnerschaft stellen, gehen in die falsche Richtung. Hier geht es nicht um maximale Erregung und einen kopflosen Taumel der Lust, sondern um Intimität, Tiefe, sexuelle Geborgenheit und in der Folge auch um ungeahnte Höhen von gemeinsamer Lust und Ekstase. Unter dem Namen „Slow Sex“ kann man das lernen.

Es kann einige Zeit und Übung erfordern, sich im Bett zu entspannen, alte Gewohnheiten durch neue zu ersetzen, wieder Spüren zu lernen und die Empfindungsfähigkeit neu zu beleben. Aber es lohnt sich.

Die meisten von uns haben genug Stress. Im Job, als Eltern, nach Feierabend im Stau, beim Einkaufen an der Kasse, mit den Nachbarn, die den Hund nicht mögen. Immer mehr Männer haben keine Lust mehr, dann auch noch der perfekte Liebhaber sein zu müssen und im Bett die erwartete „Performance“ abzuliefern. Zu Recht!

Schon meine Ausbildungsleiterin in der Sexualberatung, Prof. Rotraut Perner, sagte: „Ein Mann ist dann am glücklichsten, wenn sein Penis in der Vagina seiner Partnerin ruht. Keine Rekorde, keine Akrobatik – einfach nur „ruhen“!

Sex ist eine wunderbare Möglichkeit, sich zu entspannen, komplett abzuschalten, in eine andere Welt einzutauchen, wieder zu sich selber zu finden, emotionale Intensität zu erleben, die es sonst nirgends gibt. Wenn man ihn lässt. Und sich nicht selbst durch Erwartungen und Zielorientierung selbst hier, in diesem ganz intimen, privaten Bereich, noch unter Druck setzt.

Den Druck wegnehmen

Ganz oft funktioniert das auch gar nicht mehr. Der Körper, die Psyche spielen nicht mehr mit. Erektionsstörungen, Lustlosigkeit, vermehrtes Auftreten von vaginalen Infekten… das alles können Zeichen dafür sein, dass der Erwartungsdruck zu groß ist. Und dass es höchste Zeit ist, etwas Neues auszuprobieren.

Ein erster Schritt für zwei Menschen, die aus diesem Teufelskreis aussteigen wollen, kann sein, sich nackt zusammen ins Bett zu legen und alles zu spüren was gerade da ist. Auch die Abwehr, auch die Angst, auch die Verletzungen. Und unter dieser Schicht an Gefühlen, die, wenn sie zurückgehalten werden, lähmen und verkrampfen, kann sich langsam Entspannung und eine zarte Bereitschaft zum Einlassen ausbreiten.

Unsere Körper wissen, was gut für sie ist, wie sie einander begegnen und gegenseitig nähren können. Alles, was es braucht, ist ihnen zu vertrauen und Zeit und Achtsamkeit zu geben. Dem Körper vertrauen? Der so oft nicht wie gewünscht funktioniert, nicht schön und straff genug ist, so unperfekt und unzuverlässig scheint? Ja, das braucht ein Umdenken, Auseinandersetzung mit sich selbst und mit dem Partner. Doch die Aussichten sind verlockend: stundenlang miteinander fließen, in einem zeit- und absichtslosen Raum.

Wenn die Intimität in der Beziehung insgesamt schon länger abhanden gekommen ist, kann ein Seminar oder ein Besuch in einer Paarberatung sinnvoll sein, um sich überhaupt wieder anzunähern.

Ist das für Dich ein Thema? Dann schreib mir an brigitte@mysexysalad.com und ich mache Dir ein Angebot für eine Beratung.

Alles LIEBE! ❤

Foto: Pexels.com

 

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