Frischer Wind im SkyDancing Tantra Institut Deutschland

Ein Interview mit Andreas Rupp, dem neuen Leiter des Deutschen SkyDancing Instituts.

Wie ich schon im Artikel „Tantra und ich“ beschrieben habe, hat SkyDancing Tantra in meinem Leben eine wichtige Rolle gespielt. Meine Lehrer waren Yatro Werner und Svagat Westphal, die das deutsche Institut mehr als 20 Jahre lang mit großem Erfolg  geführt haben. Das TEL (Training in Ekstase und Liebe), das „Herzstück“ des SkyDancing Tantra, war für tausende Menschen ein lebensverändernder Prozess, eine Initiation und persönliche Transformation – auch für mich.

Als Yatro und Svagat aufhörten und erstmal keine Nachfolger in Sicht waren, fühlte es sich für viele ehemalige Seminarteilnehmer so an, als würden sie ein Stück Heimat verlieren. Jährliche Fixpunkte wie die Sommerwoche auf Korfu, die Herztrommelnacht oder das Jahreswechselfest – wiederkehrende Möglichkeiten in das tantrische Feld einzutauchen und liebe Menschen wiederzutreffen – fehlten plötzlich.

Doch das Besondere an dieser Linie des westlichen Tantra ist, dass sie nicht – wie viele andere Schulen – auf Deutschland beschränkt ist, sondern dass es eine lebendige internationale Community gibt. Besonders in Frankreich und den USA gibt es sehr aktive SkyDancing Institute, die vielfältige Angebote in einem vollen Kurskalender versammeln. In Frankreich werden auch seit Jahren internationale Teacher-Ausbildungen angeboten, für Menschen, die es als ihre Berufung erkannt haben, ihre Erfahrungen mit SkyDancing Tantra an andere weiterzugeben.

Mehrere Absolventen dieser Ausbildung haben es sich mit Unterstützung von SkyDancing International und Margot Anand, der Gründerin, nun zum Ziel gesetzt, das deutsche Institut wieder aus dem Dornröschenschlaf zu holen. Allen voran Andreas Rupp, der mit viel Engagement, langjähriger SkyDancing Erfahrung und Sinn für Unternehmensführung die Fäden nun in die Hand nimmt.

Ich habe mit Andreas gesprochen und ihn nach seinen Visionen für die Zukunft befragt.

MySexySalad: Andreas, Gratulation zu Deiner Entscheidung, gemeinsam mit Tina (Hellingrath) die Leitung des deutschen SkyDancing Tantra Instituts zu übernehmen! Was waren Deine stärksten Beweggründe, Dich dieser herausfordernden Aufgabe zu stellen?

Andreas: Danke erstmal – ja, es ist eine herausfordernde Aufgabe! Aber auch eine sehr spannende und belebende.

SkyDancing hat mich seit vielen Jahren inspiriert, mich vollständig werden lassen und mein Leben intensiviert. Ich durfte eine nie vermutete Tiefe,  Ausdehnung  und Weite meines Seins erfahren. Meine Liebesbeziehungen sind gewachsen, das Verhältnis zu meinen drei Kindern ist schöner und intensiver geworden. In unterschiedlichsten Projekten und Aufgaben hat sich meine Haltung zu Mitarbeitern und Partnern in wunderbarer Weise weiterentwickelt.

Es war für mich ganz wesentlich, das, worüber so viel gesprochen und geschrieben wurde, in vielen Übungen, Praktiken und Ritualen selbst als wahr und wirksam zu erfahren. Dieses wertvolle Geschenk erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und ich möchte jetzt dazu beitragen, diese Methode lebendig zu halten und weiter zu tragen.

Mit den Seminarangeboten kann ich viele andere Menschen dabei unterstützen, sich selbst so tief und umfassend zu erfahren. Gerade jetzt, in Zeiten großer Veränderungen, existentieller Herausforderungen an das Mensch-Sein und vor allem ganz neuer Möglichkeiten und auch Risiken sehe ich das SkyDancing Tantra als ein starkes Fundament, auf dem Mensch-Sein schön ist. Kein Aspekt des Lebens wird ausgespart oder unterdrückt. Der bewusste Umgang mit unseren sexuellen Triebkräften und die Verbindung zwischen Herz und Sex schaffen einen Frieden in jedem einzelnen, den die Welt dringend braucht. Die spirituelle Dimension wird bewusst erlebbar.

MSS: Was sind die Werte und Traditionen, die Du mit Deinem Team hochhalten und weitertragen willst, und welche neuen Aspekte möchtest Du einbringen?

Andreas: Grundlage aller Angebote ist natürlich die von Margot Anand entwickelte SkyDancing Tantra Methode, die in ihrem Verständnis der uralten tantrischen Traditionen den westlichen Menschen dort abholt, wo er kulturell bedingt steht und ihn weit darüber hinauswachsen lässt. Diese Methode ist sehr systematisch und didaktisch wertvoll aufbereitet und lässt sich stetig durch neue Erkenntnisse erweitern und aktualisieren.

Sie bietet Raum für die Entfaltung der jeweiligen Trainer mit ihren persönlichen Kenntnissen, Erfahrungen und Begabungen. In den Seminaren wird mit diesen Praktiken und Übungen ein Raum zum Experimentieren mit dem eigenen Sein geboten. Es eröffnet sich ein sicheres Umfeld um sich selbst in der Begegnung mit anderen Menschen zu erfahren, alte Muster zu erkennen, Neues zu wagen und einzuüben.

Neu ist auf jeden Fall, dass ein größeres Team aus internationalen Lehrern (von denen die meisten auf Deutsch unterrichten werden, sonst gibt es eine Übersetzung) die Seminare leiten werden. Ganz wesentlich ist, dass das häufig so enge Verhältnis von Lehrern und Teilnehmern immer wieder gelockert wird, dadurch Projektionen deutlicher erfahrbar werden und die Teilnehmer letztendlich als eigenverantwortliche Erwachsene geleitet und gehalten sind.

Auch das TEL wird anders ablaufen: es besteht nun aus einem initiierenden 5-Tages-Seminar und dann, so wie in Frankreich, aus drei Teilen à 7 Tagen; damit wird ein intensiveres und nachhaltigeres Eintauchen und Integrieren der Erfahrungen erlaubt.

MSS: Margot Anand ist die „Grande Dame“ des westlichen Tantra, die Einflüsse ihrer Erkenntnisse und Lehren finden sich heute in vielen tantrischen Richtungen in Europa. Wie hast Du Margot in Deiner Ausbildung erlebt und welche Rolle spielt sie in „ihrem“ SkyDancing heute?

Andreas: Margot Anand hat diese Methode ganz wesentlich entwickelt und sie über fast 40 Jahre erprobt, verbessert und vor allem lebendig gehalten; das anerkenne und schätze ich sehr. Margot ist mit ihren über 70 Jahren immer noch sehr aktiv und bereist die Welt, gibt Seminare und hat gerade ihr neuestes Buch vorgestellt, unter anderem in Berlin. Wenn sie im Seminarraum ist, sprüht sie nur so vor Vitalität und der Freude darüber, ihre eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse weitergeben zu können. Was ich besonders an ihr schätze, ist, dass sie der erste Lehrer in meinem Leben war, der tatsächlich an meinem Wachstum als Person und Mensch interessiert war und dieses ganz gezielt gefördert hat.

Im September 2018 und Sommer 2019 wird sie mit mir den ersten und vierten Teil des TEL leiten. Eine einzigartige Gelegenheit, „an die Quelle“ zu gehen und Margot live zu erleben.

MSS: Abschließende Frage: Wo siehst Du SkyDancing Deutschland in fünf Jahren?

Andreas: Das ist natürlich die übliche westlich geprägte Managementfrage, die aber durchaus wertvoll ist, denn die SkyDancing Tradition in der beschriebenen Art nachhaltig und langfristig weiter zu tragen, ist in unserer Welt eben auch ganz wesentlich eine Frage von Organisation und Wirtschaften, also eine hohe Anforderung an ein gesundes erstes Chakra.

In den kommenden Jahren soll das Seminarangebot über das heutige „Training in Ekstase und Liebe“ mit seinen dazugehörigen Wochenenden ausgebaut werden. Ich möchte eine lebhafte SkyDancing Community aufbauen, in der es gerade nicht ein starkes Leitungspaar gibt, sondern ein kraft- und freudvolles Miteinander vieler Akteure, das die Vielfalt des Lebens widerspiegelt.

MSS: Danke für das Gespräch und viel Erfolg!

Das aktuelle Kursprogramm von SkyDancing Tantra findet Ihr hier.

Foto: SkyDancing

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Lucya sagt:

    Skydancing wird auf jeden Fall das nächste Projekt nach meiner intensiven 600 Stunden Jahresausbildung in Sex Love and Relationship Coaching… Yiha für lebenslanges lernen und toll, dass Margot selbst in Deutschland unterrichten wird! ❤

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